Nutzerfreundlichkeit, Warenkörbe, Anzeigen – Warum wir Cookies im Netz brauchen

Cookies haben mitunter einen schlechten Ruf: Manche User glauben, die kleinen Textdateien würden sie ausspionieren. Dabei sind die „Kekse“ weder schlecht noch gut – sie machen das Surfen im Netz nutzerfreundlicher.
Cookies sind unscheinbar und passiv. Webseiten hinterlegen die kleinen Textdateien auf den Computer-Festplatten von Internetnutzern. Was die Cookies tun, merkt der User nicht – jedenfalls nicht direkt. Denn die Informationen, die in den Dateien gespeichert sind, helfen dem User beim Surfen im Netz. Sie machen es persönlicher.

Wenn ein User beispielsweise die Seite eines Online-Shops aufruft, dann hilft das Cookie dabei, den Rechner des Users wiederzuerkennen. Die Shop-Seite kann den Nutzer zum Beispiel persönlich begrüßen oder ihm Vorschläge für Bücher, CDs oder DVDs machen, die ihn interessieren könnten. „Cookies dienen der Benutzerfreundlichkeit des Online-Erlebnisses, indem sie Voreinstellungen und Präferenzen abspeichern, die beim nächsten Besuch automatisch wiederhergestellt werden können – zum Beispiel Sprache, Auflösung des Monitors, im Warenkorb abgelegte Produkte oder Einstellungen in Foren“, sagt Eugen Schmidt, Vorstand der Österreich-Sektion des IAB (Internet Advertising Bureaus). Das IAB repräsentiert Medien- und Technologiekonzerne, die sich mit Online-Anzeigen befassen.

Cookies entscheidend für die digitale Wirtschaft

Diese sogenannten HTTP-Cookies hinterlegt in der Regel die besuchte Webseite. Nur sie kann die Infos auch wieder auslesen. Doch natürlich sind die kleinen Textdateien nicht nur für User hilfreich – „es gibt kaum einen Bereich in der digitalen Wirtschaft, in dem Cookies nicht zwingend erforderlich sind“, sagt Eugen Schmidt. Auch die Portale selbst und die Anzeigenkunden profitieren von ihnen. Die Webseiten können mit ihrer Hilfe Statistiken erstellen und so feststellen, wie viele User pro Monat wie viele Seiten auf einer Plattform aufrufen. Sie können auch feststellen, wie lange ein Nutzer auf einer Seite verweilt.

Hilfreich sind die Cookies aber auch für die Anzeigenkunden. Denn sie können so Werbung gezielt ausliefern. „So kann zum Beispiel gesteuert werden, dass Werbung nicht öfter als dreimal pro Browser angezeigt wird“, erklärt IAB-Experte Schmidt: „Ohne Cookies würde die Werbung ungesteuert oft angezeigt werden.“

Tipp: Cookies regelmäßig löschen

Dennoch haben User es selbst in der Hand, ob sie Cookies erlauben oder nicht. Denn manche Nutzer fühlen sich unwohl damit, dass durch die Textdateien Webseiten und Anzeigenkunden Einblicke bekommen, die sie vielleicht nicht geben möchten. Jeder kann die Cookies aber selbst verwalten: So kann man in den Browser-Einstellungen festlegen, dass überhaupt keine Cookies hinterlassen werden dürfen – oder welche Art. „Es ist wichtig, diese Einstellungen bewusst zu machen“, rät Eugen Schmidt, „und in regelmäßigen Abständen Cookies zu löschen.“

 
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